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Und der Amtsschimmel schlägt wieder zu

Bürokratie in Deutschland

 

Wie ja viele wissen, mussten wir uns vor fast 2 Jahren ein neues Grundstück für das Tierheim suchen.

Als wir dieses Grundstück entdeckt hatten, haben wir einige Ämtergänge getätigt, um vieles abzuklären.

 

Wir waren zuvor auf dem Ordnungsamt in Heiligengrabe, um in Erfahrung zu bringen, ob irgendwann einmal

eine Beschwerde gegen unseren Vorbesitzer vorlag ( er hatte 39 Husky auf dem Grundstück ).

Ergebnis war negativ. Es lagen keinerlei Beschwerden vor.

Auch wollten wir wissen, ob es irgendwelche Einwände geben würde, auf diesem Grundstück ein Tierheim zu errichten.

Auch da wurde uns gesagt, das dies kein Problem sei, das Grundstück wäre genau richtig dafür, weil ja die Gehege schon stehen und es Aussenlage sei.

 

Selbst zum Bauordnungsamt sind wir gegangen, um dort nachzuhaken, ob irgendwas dagegen sprechen würde,

in diese genehmigte Aussenanlage, wo vorher Schlittenhunde waren, Tierheimhunde zu setzen, also größtenteils Mischlinge.

Uns wurde zur Antwort gegeben: Hund ist Hund - da werden keine Unterschiede gemacht.

Also war für uns alles klar.

Perfektes Grundstück: Aussenbereich ( also da, wo eigentlich ein Tierheim hin soll ) - Aussenanlagen standen schon -

Große Gebäude mit vielen Räumen - Grundstück schön groß - und das Beste: alle Baugenehmigungen für die Aussenanlage

ist schon vorhanden gewesen, sodass wir da auch nichts mehr hätten beantragen müssen.

Wir haben also zugeschlagen und dieses Grundstück gekauft, damit wir und unsere Tiere eine neue Herberge haben und unseren

Lebenstraum weiter verwirklichen können und vielen Tieren helfen können.

 

Wochen bevor wir komplett mit unserem Tierheim umgezogen sind, haben wir in Herzsprung umgebaut.

Viel Kraft, Schweiß und Geld ist in dieser Zeit ins Herzsprunger Tierheim investiert worden.

Zwischenzeitlich wurden wir sogar vom Amt Heiligengrabe gefragt, ob wir mit ihnen einen Vertrag abschließen könnten,

damit die Fundtiere in dieser Region bei uns aufgenommen werden können.

Dadurch, das wir jedoch noch voll im Aufbau und Stress waren, konnten wir diesen Vertrag noch nicht eingehen.

 

 

Voller Euphorie und Tatendrang haben wir alles für die Tiere hergerichtet, doch so wie es eigentlich überall

ist, gibt es Menschen, die mit Tieren gar nicht zurecht kommen.

So also auch hier bei uns.

Eine einzige Person, die jedoch weit von uns entfernt wohnt, beschwert sich plötzlich über ein wenig Hundegebell.

Was uns jedoch verwundert ist, das unser Vorbesitzer 39 Huskys hatte und diese Hunderasse um einiges lauter ist,

wenn die so richtig loslegen mit jaulen.

Wir haben diese Huskys wochenlang kennen lernen dürfen und wir übertreiben nicht, wenn wir sagen, das wir senkrecht im

Bett standen, als diese Meute von Husky in der Nacht anfingen zu jaulen.

Dagegen sind unsere Mischlinge noch sehr harmlos, wobei der größte Teil unserer Hunde nachts sowieso im Haus verweilen.

 

So hat sich also diese eine Person beim Ordnungsamt und Bauordnungsamt beschwert.

Es hat auch nicht lange gedauert und wir hatten schon den 1. Brief vom Bauordnungsamt bei uns im Briefkasten.

Hier ein kleiner Auszug des Schriftstückes

Wie hier rot erkennbar mussten wir lediglich eine Nutzungsänderung vornehmen und keinen kompletten

Bauantrag, da die Hundegehege ja schon genehmigt sind.

 

Am 06.08.2010 also kam ein Sachbearbeiter vom Bauordnungsamt, um sich die ganze Sache anzuschauen und

zu begutachten.

Dieser gute Mann hat alles fotografiert und betättigte uns auch, das diese Hundefreiläufe alle bauordnungsrechtlich genehmigt sind.

JEDOCH für ein Hundegehege.

Auch als wir mit dem Sachbearbeiter auf der anderen Seite des Gebäudes standen, hat einer von uns die Hunde zum bellen animiert.

Die Hundeanlage steht sozusagen hinter einer ca. 40m langen Schall und Schutzwand.

Dieser Außendienstmitarbeiter äußerte darauf, ob das alles an Hundegebell sei, was man da höre. Wir bejahten diese Frage.

Er sagte uns abschließend, das wir lediglich das komplette Gelände umnutzen müssten von Schlittenhunde in ein Tierheim.

Sozusagen "nur" eine Namensänderung. Dafür benötigt man jedoch einen Architekten, der eine Umnutzung beim Bauordnungsamt

einreichen muss.

 

Gesagt getan. Einen Architekten angagiert, der unser komplettes Grundstück frisch vermessen hat.

Von Grenzstein zu Grenzstein - Unsere Gebäude - Unsere Hundeaussenanlage - Unsere Katzengehege - Ein und Ausfahrt -

einfach alles, damit auch alles Hand und Fuß hat beim Bauordnungsamt.

Wir haben zwischenzeitlich massive Holzpalisaden gesetzt, als Schall und Sichtschutz.

Das Tierheimgelände ist vom Katasteramt in 4 Einzelgrundstücke unterteilt. Diese 4 Einzelgrundstücke mussten wir sogar

beim Notar zu Eines vereinigen lassen, damit das Bauordnungsamt diese Umnutzung weiter bearbeiten kann.

Also entstanden uns auch da wieder Unmengen an Kosten beim Notar und beim Amtsgericht. Auch dieses Geld hätten wir lieber

für die Tiere ausgegeben.

 

Auch das Straßenbauamt ist bei diesem Fall mit beteiligt, da wir direkt an einer Landesstrasse liegen und wir auch

unsere Zufahrt sozusagen von der Landesstrasse benutzen müssen.

Endresultat: Unser Architekt musste wieder zu uns kommen und unsere Ein und Ausfahrt komplett ausmessen.

Jeden Baum am Strassenrand - Jedes Schild am Strassenrand - Das Gefälle in unser Grundstück hinein - einfach alles

Endresultat: Wir würden eine Sondernutzungserlaubnis für unsere Zufahrt bekommen, die natürlich kostenpflichtig ist.

Außerdem müßten wir unsere Ein und Ausfahrt links wie rechts trapezförmig um 1m verbreitern.

Gesagt - getan. Wieder Kosten, die wir lieber für die Tiere ausgeben würden.

 

Seit Anfang September 2010 liegt nun unser Umnutzungsantrag bei Bauordnungsamt vor und wir sind immer noch

nicht weiter. Obwohl uns eigentlich gesagt wurde, das so eine Umnutzung in der Regel relativ schnell über die Bühne

läuft.

Aber wie gesagt - von September 2010 bis Ende April 2011 sind ja bis jetzt nur 8 Monate !!!

 

Auf unsere Nachfragen unseres Antrages beim Amt wurden wir immer nur vertröstet. Wochen über Wochen !!!

Nach vielen Bitten und Betteln hatten wir nun eine Einladung ins Bauordnungsamt bekommen, wo wir direkt mit

der Sachgebietsleiterin, einer Sachbearbeiterin der Widerspruchstelle und einer Juristin des Hauses hatten.

Dieses gespräch war für uns dann eher, wie ein dumpfer Schlag ins Gesicht.

Denn plötzlich hieß es, das diese Umnutzung SO nicht stattgegeben werden kann und es wahrscheinlich auch

keine Zukunft für das Tierheim Herzsprung geben würde, da außerdem plötzlich das Amt Heiligengrabe gegen uns

gestimmt hat, obwohl wir ja zuerst die Fundhunde aufnehmen hätten sollen.

Hauptpunkt des negativen ist das Amt Heiligengrabe, das gegen uns gestimmt hat. Und laut Aussage in unserem

Gespräches, überstimmt das Bauordnungsamt nicht das Amt Heiligengrabe. Diese Sache wäre ihnen zu heiß !!!

 

Es fielen außerdem noch sehr für uns sehr augenscheinige Bemerkungen. Unter anderem zum Thema unserer alten und

kranken Tiere, denen wir noch ein würdevolles Zuhause bieten.

Da war ein Kommentar, ob es nicht besser sei, diese Tiere einzuschläfern !!! Für uns ein völlig desolater Kommentar !!!

Außerdem bellen Husky anders, wie Mischlinge. Diese Aussage ist für uns auch ein wenig - naja, ohne Worte !!!

Auch sind von dieser Person öfters die Worte Viecher und Köter gefallen. Für uns völlig unverständig - Echt !!!

Irgendwann ist uns auch einmal der Geduldsfaden gerissen und wir haben der einen Gesprächsteilhaberin mit diesen

"tollen" Kommentaren ( obwohl das nur die Spitze des Eisberges war ) zu geworfen, das sie uns anscheinend

sowieso nicht da haben will.

Vielleicht weil wir zu viel und zu intensiv Tierschutz betreiben oder weil wir aus dem ehemaligen Westdeutschland

stammen. Wir glauben, das war unsere falscheste Bemerkung.

Plötzlich ist diese Person fast ausgeflippt und erhob die Stimme: " Wir im Osten haben uns nun so viel und so lange vom

Westen gefallen lassen - nun schlagen wir einfach mal zurück !!! "

Soviel zum Thema Wiedervereinigung.

Kurz darauf war dieses Gespräch im Bauordnungsamt auch schon beendet.

Einen positiven Satz haben wir aber zum Abschluß von der Sachgebietsleiterin bekommen.

Sie versucht nun nochmals mit den Amt, welches gegen uns gestimmt hat, zu "verhandel".

Jedoch viel Hoffnung kann sie uns trotzdem nicht machen.

 

Wir sind natürlich völlig geplättet, mit gesenkten Köpfen und völlig enttäuscht aus dem Bauordnungsamt gegangen,

da wir uns schon ein anderes Ende vorgestellt haben.

 

Durch Facebook ist jedoch dann ein riesen Stein ins Rollen gekommen, wobei unter anderem der Österreichische Tierschützer

K. Waterkotte sich direkt an uns gewandt hat. Dieser hat dann einen Kontakt zu Hr. Tasso Bertram aufgebaut, welcher der

Managing Director von Frau Maja Prinzessin von Hohenzollern ist.

 

Hier ein Pressebericht vom 28.04.2011 aus der Märkische Allgemeine - Dosse Kurier

Verfasst von Hr. B. Wagener

 

 

TIERE: Bürgermeister will Prinzessin nicht treffen

Zukunft des Tierheims in Herzsprung fraglich / Ärger um Genehmigungen

HERZSPRUNG - Maja Prinzessin von Hohenzollern will am 6. Mai die Gemeinde Heiligengrabe besuchen. „Sie kommt in ihrer Funktion als Botschafterin des Europäischen Tier- und Naturschutz-Vereins (ETN) um 16.30 Uhr zum Bürgermeisteramt“, teilt der Managing Director der Prinzessin, Tasso Bertram, mit.

Doch Bürgermeister Holger Kippenhahn ist „not amused“ über diesen hoheitlichen Besuch. Natürlich könne jeder jederzeit die Gemeinde besuchen. „Aber ich wüsste nicht, worüber ich mit der Prinzessin reden sollte“, sagt er.

Etliche Tierschützer sehen das ganz anders. In ihren Augen ist Kippenhahn der Mann, der den Fortbestand des Tierheimes in Herzsprung verhindert. „Ich werde deshalb mit E-Mails zugeschüttet“, sagt der Bürgermeister. Seitdem die Sache auch im Internet die Runde macht, zieht das Ganze weite Kreise. In einem Netzwerk wird Kippenhahn unter anderem als der „Nein-Sager“ betitelt, den es umzustimmen gilt. Tierschützer Kersten Waterkotte aus Österreich vermittelte daraufhin den Kontakt zu Maja Prinzessin von Hohenzollern und bat sie um Hilfe. Die Prinzessin engagiert sich seit Jahren stark für den Tierschutz. „Auch Ministerpräsident Matthias Platzeck und Landrat Ralf Reinhardt werden Post von mir bekommen“, sagt er.

Hinter dem ganzen Ärger um das Tierheim Herzsprung steckt ein etwas komplizierter Fall, in dem es vor allem um Genehmigungen und Beschwerden geht.

Alles begann vor etwa zwei Jahren. Damals entschieden sich Andrea und René Berthold, ein Grundstück in Herzsprung zu kaufen, um dort ein Tierheim aufzubauen. Das Fleckchen am Ortsrand gefiel, weil vieles schon vorhanden war, was anderswo erst hätte gebaut werden müssen – zum Beispiel Zaunanlagen und Freiläufe. „Und es lagen alle nötigen Genehmigungen für die Haltung von Schlittenhunden vor“, sagt René Berthold. Denn der Vorbesitzer hatte dort nordische Hunde gehalten. Um ganz sicher zu gehen, sei aber beim Bauordnungsamt des Kreises nachgefragt worden, ob irgendwelche anderen Genehmigungen nötig sind. „Schließlich waren ja vorher Schlittenhunde da, und wir wollten ein Tierheim führen – mit Mischlingshunden“, erklärt Andrea Berthold. Die Antwort habe geheißen: „Hund ist Hund“. Da das aber so nirgends schriftlich fixiert wurde, sollte es sich später als Stolperstein erweisen. Zunächst aber gab es kein Problem. Auch die Nachfrage beim Heiligengraber Ordnungsamt, ob es in der Vergangenheit eventuelle Beschwerden über Hundegebell gegeben habe, sei verneint worden.

Die Bertholds legten also los. Sie bauten das Tierheim auf. Laut Andrea Berthold werden monatlich zwischen zehn und 25 Hunde vermittelt. „Wir sind darüber hinaus eine Therapiestation für Problemhunde. Wir nehmen alle Tiere aus schlechter Haltung erst einmal an, päppeln sie wieder auf und suchen dann ein neues Zuhause für sie“, so Andrea Berthold, die sich bereits seit 25 Jahren im Tierschutz engagiert. Viele Kastrationen von Katern habe das Heim auf eigene Kosten bereits durchgeführt. Geplant sei eigentlich auch eine Hundeschule und die Erlangung einer Berechtigung zur Ausstellung von Gutachten. Zudem engagiere sich der Familienbetrieb in der mobilen Tierhilfe, habe Kontakt zu Schulen in Kyritz, agiere aber auch international. „Wir sind Ausbildungsbetrieb und haben einen Lehrling. Im August sollen eigentlich zwei weitere dazukommen, aber wir können ihnen keine Zusagen geben, weil wir nicht wissen, was mit dem Tierheim wird“, so Andrea Berthold.

Denn vor einem Jahr gab es dann doch eine Beschwerde aus dem Ort, die das Bauordnungsamt des Kreises auf den Plan rief. „Es nahm eine Überprüfung vor und stellte fest, dass eine Umnutzung beantragt werden muss – von Schlittenhunde auf Tierheim“, berichten die Bertholds. Für sie bedeutete das nicht nur Aufwand und Kosten, sondern auch, dass alle bestehenden Genehmigungen, die bereits der Vorbesitzer eingeholt hatte, damit nicht mehr gelten.

Deshalb wird jetzt alles noch einmal gründlich überprüft. Daraus ergaben sich bereits etliche Forderungen. Um das Tierheim möglichst rasch nachträglich baurechtlich zu legalisieren, „mussten das Grundstück neu vermessen und vier Flurstücke zu einem Grundstück zusammengefasst werden, was Notar- und Gerichtskosten verursachte“, erzählt René Berthold. Als weitere Auflagen nennt er zum Beispiel Außenpalisaden, die Verbreiterung der Einfahrt oder auch Quarantäne-Räume. „Wir haben hier inzwischen rund 100 000 Euro investiert“, sagt Andrea Berthold. Doch eine Genehmigung habe das Tierheim trotzdem noch immer nicht erhalten.

Wann oder ob es eine solche geben wird, konnte auch Jana Kolterjahn, die das kreisliche Bauordnungsamt leitet, gestern nicht sagen. Nur so viel: „Wir werden dazu baldmöglichst noch einmal alle Beteiligten an einen Tisch holen, um die Sache zu klären.“ Auf jeden Fall sei das Tierheim ohne Baugenehmigung errichtet worden. Wodurch das Amt von diesem „Baurechtsverstoß“ erfuhr, und ob das mit der Beschwerde aus dem Ort zusammenhängt, kann Jana Kolterjahn nicht sagen. Jedoch hätte ein Antrag auf Baugenehmigung gestellt werden müssen.

Die Bertholds sehen in der Genehmigungsfrage aber vor allem auch die Gemeinde Heiligengrabe als Hemmschuh. „Das Bauordnungsamt des Kreises will die Genehmigung offenbar nicht geben, weil die Gemeinde dagegen ist und das Amt sich nicht gegen die Gemeinde stellen will“, glaubt René Berthold. Tatsächlich hat die Gemeinde diesbezüglich ihr „Einvernehmen versagt“. Grund: Das Tierheim liege noch im Innenbereich des Ortes und damit zu nah an der Wohnbebauung, bestätigt Bürgermeister Kippenhahn. So sehe das auch der Ortsbeirat. Doch Kippenhahn stellt auch klar, dass die Gemeinde nicht die Kompetenz besitze, über Genehmigungen oder Ablehnungen zu entscheiden. „Wir können nur unser Einvernehmen nach dem Baugesetzbuch geben oder versagen. Genehmigungsbehörde ist das Bauordnungsamt des Kreises.“ Und das könne, wenn es die Auffassung der Gemeinde nicht teilt, eine Entscheidung auch „ersetzen“ – also aushebeln und für nichtig erklären.

Deshalb sieht sich Kippenhahn als falscher Ansprechpartner, weshalb er auch keinen großen Sinn darin sieht, sich mit der Prinzessin über dieses Thema zu unterhalten.

Tasso Bertram kündigte gestern auf MAZ-Nachfrage an, sich an Ministerpräsident Platzeck und Landrat Reinhardt wenden zu wollen. „Wir sind gesprächsbereit“, sagt er. Ob die Prinzessin am 6. Mai tatsächlich in die Region kommt, ist noch nicht sicher. (Von Björn Wagener)

 

Einiges müssen wir jedoch richtig stellen aus diesem Bericht.

Laut Bürgermeister Kippenhahn liege angeblich unser Tierheim im Innenbereich, was wir jedoch sehr stark anzweifeln.

Daraufhin sind wir selber nochmals zum Bauplanungsamt, um uns davon nochmals zu überzeugen.

Und siehe da, laut Lageplan liegt unser Tierheim im Aussenbereich lt. §35 BauGB.

Wir können uns leider nicht vorstellen, woher der Herr Bürgermeister seine Informatinen her hat.

 

Das Nächste was wir außerdem richtig stellen müssen ist, das laut Bauordnungsamt keine Baugenehmigung vorliegen sollen.

Das Hundegehege wurde sogar 2 mal genehmigt ???

Die erste Genehmigung wurde am 26.07.2006 genehmigt. Da sollte die Anlage zwischen die 2 Häuser gebaut werden.

Als kleine Anmerkung müssen wir mit anhängen, das der Lageplan des Vorbesitzers vom 09.06.2006 ist und genehmigt am

26.07.2006. Also nicht einmal 2 Monate.

Der Vorbesitzer überlegt sich das ganze aber nochmal und fand es dann besser die Anlage hinter dem großem Gebäude zu bauen.

Er beantragte eine Verlagerung und auch die wurde fast ein Jahr später wieder genehmigt

Und jetzt kommt der Hammer für uns. In der Begründung der Erlaubnis steht,

das der öffentlich- rechtlichen Vorschriften nichts im Wege stehen ???

Also bei 39 Huskys steht nichts im Wege, aber bei Tierheimhunden schon ???

Warum das denn bitte !!!!!!!!!

 

Was wir jetzt aber überhaupt nicht verstehen, ist die Äußerung einer Dame am Bauordnungsamt,

das das Hundegehege früher angeblich schon eine Fehlentscheidung gewesen sein soll.

Nur komisch ist, das dies ja dann 2x eine Fehlentscheidung gewesen wäre, da ja auch 2 Baugehmigungen in einem Jahr Unterschied

erteilt wurden.

Normaler Weise muss man doch nach einem Jahr feststellen, das die Genehmigung eine Fehlentscheidung war. Nur war sie es scheinbar nicht,

da man ja noch eine Genehmigung bekommen hat.

Wir fügen zusammen:

5 Jahre dürfen fast 40 Huskys auf einem Grundstück leben - mit Genehmigung.

5 Jahre stört das Gejaule und Gekläffe von fast 40 Husky diese besagte Person nicht ( Zitat von ihr selbst: Das waren ja auch meine Freunde )

Das Ordnungsamt hat uns am Anfang gerne gesehen und wollte uns die 2 Grunstücke vor unserem Grundstück sogar noch dazu verpachten.

Vom Veterenäramt wird unsere Anlage als sehr gut bezeichnet.

 

Woran kann es also liegen.

Wieder einmal nur an den Tierheimtieren !!!

Sie sind das Wegwerfprodukt der Gesellschaft, mit dem niemand etwas zu tun haben möchte.

 

Nun eine Stellungnahme von Andrea und René Berthold

Viele Kollegen haben uns gefragt, warum wir nicht einfach wegziehen und in den Westen gehen. Das möchten wir nicht.

Dieses Grundstück ist unser Zuhause geworden - unseres und das unserer Tiere.

Die Menschen in Herzsprung sind nett und höflich. Es ist ein nettes Dorf.

Den Menschen in der Ostprignitz haben Vertrauen zu uns gefunden und ein größeres Tierheim ist hier von Nöten.

Wir haben eine spitzen Tierklinik gefunden, die hinter Tierheimtieren stehen und wir möchten diese nicht verlieren.

Sollen wir wirklich wegen einer Person unser Zuhause aufgeben ?

 

30.04.2011

Und jetzt kommt die Frechheit schlechtweg !!!

Heute war ein Bericht in der Zeitung, das der Landkreis Ostprignitz-Ruppin dringenst ein Tierheim braucht.

Uns wollen sie schließen, weil sie anscheinend kein Tierheim brauchen und jetzt dieser Artikel.

Das ist ja wohl ein Witz schlechthin !!! Scheinbar sind wir nicht gut genug !!!

 

 

01.07.2011

Nach nun weiteren 2 Monaten und weiteren Auflagen, die erfüllt wurden ( Verbreiterung der Einfahrt - Abstandsvermessung ), kam nun heute der Brief vom

Bauordnungsamt Neuruppin.

Die Umnutzung des kompletten Geländes von einer Huskyzucht mit 39 Tieren, in ein Tierheim wird nun NICHT genehmigt !!!

Die Schließung unseres Tierheimes ist vom Bauordnungsamt Neuruppin beantragt worden.

Über 20 Jahre Tierschutz, Aufopferung für Tiere, die keiner mehr will, ein verwahrlostes Grundstück, welches eine Ruine war und wir zu einem Paradies machten,

interessiert hier keinen !!!

2 Jahre waren wir gut genug, diesen Schandfleck der Gemeinde zu renovieren, verschönern, pflegen und hegen, unser Geld zu investieren

und nun sollen wir weg.

Wir fragen uns, ob es auf dieser Welt noch Gerechtigkeit gibt.

 

11.09.2011

 

Hier die 2. Baugenehmigung, die 2007 erteilt wurde. Diese Anlage wurde dann auch gebaut.

Auch vom Vorbesitzer. Somit steht die Anlage jetzt schon 4 Jahre.

Die Namen haben wir entfernt, wegen Datenschutz - auf den Originalen natürlich einsehbar.

Also warum haben WIR hier diese Anlage SCHWARZ gebaut ?!

 

1. Hat sie der Vorbesitzer gebaut - Wir haben nichts verändert !!!

2. Das mit Genehmigungen !!!

 

 

 

 

Und hier nun nach fast einem Jahr Hinhaltetaktik der Ablehnungsbescheid für die genehmigte Hundefreianlage.

Wie kann ich etwas ablehnen, wenn es doch genehmigt worden ist und kein neuer Bauantrag von uns vorliegt ?!

Wir wollten auch an dieser Freianlage nichts verändern.

 

Am 17.08.2011 kam nun eine Genehmigung für unser Katzenhaus. Nachdem wir von den umliegenden Ämtern,

wegen der starken Katzenproblematik um Hilfe gebeten wurden.

Mitlerweilen nahmen wir nun schon 21 Katzen durch Ämter bei uns auf - Privataufnahmen nicht mit eingeschlossen !!!

Also sucht sich wohl das Bauordnungsamt die Sahnestückchen heraus.

Der Witz an dieser Genehmigung, worüber man sich ausschütten könnte vor lachen, wenn es nicht zum weinen wäre,

wir müssen die Freigängerkatzen täglich von 22.00Uhr bis 06.00Uhr einsperren, wie auf dem letzten Blatt markiert.

Nun stellt sich uns die Frage, wie wir das bewerkstelligen sollen.

Entweder richten wir die Katzen ab - Punkt 22.00Uhr vor dem Katzenhaus zu stehen, oder wir legen ihnen Peilsender an,

um sie zu finden und einzufangen. Auch dei Freigehege müssen in dieser Zeit geräumt werden, wegen Immissionsschutz.

Na klar - unsere Katzen brüllen ja auch wie Löwen und reißen die Nachbarn aus dem Schlaf.

Wo steht geschrieben, das eine Katze weggesperrt werden muss, wegen Ruhestörung ?!

Uns kommt es vor, wie ein schlechter Ämterstreich.

 

 

So, und nun am 30.08.2011 kam die Räumungsaufforderung der "illegalen" Hundefreianlage.

1. Wie kann diese Anlage Illegal sein, wenn sie das Bauordnungsamt doch vor 4 Jahren genehmigt hat.

2. Wir haben an dieser Anlage nichts verändert.

3. Warum verlangt man von uns, nach 4 Jahren ein Lärmpegelgutachten - auf unsere Kosten - wenn sie der Vorbesitzer nicht brauchte

und die Anlage sofort genehmigt bekommen hat ?!

4. Wo ist der Unterschied zwischen Huskys und Tierheimhunden ?!

5. Der Vorbesitzer hielt 39 Huskys in dieser Anlage - wir gerade einmal 25 bis allerhöchsten 30 Hunde.

6. Wir sollen einen Anlage auf unserem Grundstück räumen - Flurstück 42 - , wo keine Anlage steht, denn dieser Bauantrag von 2006,

der auch von diesem Bauordnungsamt genehmigt wurde, wurde nie gebaut.

 

Und keinen der höheren Persönlichkeiten, die für das Wohl der Bürger zuständig sind, interessiert das.

 

22.03.2012

Quelle: Märkische Allgemeine, Dosse Kurier, 22.03.2012

Entscheidung: Beirat stellt sich gegen Tierheim

HERZSPRUNG - Der Ortsbeirat von Herzsprung hat am Dienstagabend mit zwei zu einer Stimme mehrheitlich gegen den Betrieb des Tierheimes im Ort votiert. Ob sich die Gemeindevertreter dieser Meinung anschließen, entschied sich gestern Abend erst nach Redaktionsschluss.

Grund für die Sondersitzung in Herzsprung war ein vorliegendes Lärmschutzgutachten, das feststellt, dass die Lautstärke des Hundegebells innerhalb geltender Grenzwerte liegt (die MAZ berichtete). Bevor die Gemeindevertreter sich dazu positionieren, sollte der Ortsbeirat darüber abstimmen, wie er zum Tierheim im Ort steht.

Ortsvorsteher Thomas Albrecht begründete seine Ablehnung damit, dass „die Menschen vorgehen. Und die Menschen waren nun einmal zuerst da. Das Tierheim kam illegal hinzu“, sagte er, auch wenn er grundsätzlich nichts gegen die Betreiber des Heimes habe. Außerdem kritisierte er die Art der Lärmmessung für das Gutachten. Seiner Meinung nach hätte die Messung nicht nur auf eine Zeitspanne von wenigen Stunden basieren sollen. „Besser wäre ein längerer Zeitraum von mindestens einer Woche gewesen“, so Albrecht, dem die Entscheidung pro oder kontra sichtlich schwer fiel.

Doch trotz der mehrheitlichen Ablehnung durch den Ortsbeirat gilt es als wenig wahrscheinlich, dass das Tierheim in Herzsprung künftig nicht existieren darf. Bauamtsleiter Klaus Niedergesäß sieht jedenfalls keine Basis, auf der der Betrieb verhindert werden könnte.

Kritisiert wurde von einigen Einwohnern, dass sich das Heim bereits etabliert habe und nun erst nachträglich legitimiert werden soll. „Die Genehmigungen hätten eingeholt werden müssen, bevor man es eröffnet“, hieß es. Darüber, ob das Gebell als zu laut empfunden wird oder nicht, gab es unterschiedliche Auffassungen. (Von Björn Wagener)

 

23.03.2012

Quelle: Märkische Allgemeine, Dosse Kurier, 23.03.2012

   
 

Satte Mehrheit lehnt Tierheim ab Deutliches Votum der Heiligengraber Gemeindevertreter am Mittwochabend in Jabel

Obwohl ein Schallschutzgutachten grünes Licht gibt, wollen die Gemeindevertreter das Heim nicht akzeptieren. Ob sie sich damit durchsetzen, ist indes fraglich.



Von Björn Wagener

JABEL Eindeutiger hätte das Votum kaum ausfallen können: 17 Heiligengraber Gemeindevertreter lehnten es am Mittwochabend ab, dass dem Tierheim in Herzsprung nachträglich die gewerbliche Betriebserlaubnis erteilt wird – bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen. Mit dem Versagen des Einvernehmens, wie es im Amtsdeutsch heißt, schließt sich das Gremium der Auffassung des Ortsbeirates an. Der hatte am Abend zuvor mit zwei zu einer Stimme dem Tierheim ebenfalls eine Absage erteilt (die MAZ berichtete).

Die Abstimmung darüber war nötig geworden, nachdem ein von den Tierheimbetreibern in Auftrag gegebenes Schallschutzgutachten vorliegt. Das stellt fest, dass der Lärm, der dort von bellenden Hunden ausgeht, unterhalb zulässiger Grenzwerte liegt. Bevor das kreisliche Bauordnungsamt eine endgültige Entscheidung darüber trifft, ob das Tierheim als solches existieren darf oder nicht, sollten sich Ortsbeirat und Gemeindevertreter dazu positionieren.

Vor der Abstimmung hatte zunächst Ortsvorsteher Thomas Albrecht die Haltung im Herzsprunger Ortsbeirat erörtert (die MAZ berichtete gestern). Daraufhin verwies Werner Piest auf Informationen, die ihm von einem Herzsprunger zugeleitet worden seien. Dabei ging es um eine Reihe von Gerichtsentscheiden, die für das Verhindern des Heimes hilfreich sein könnten. „Die Belästigung ist da. Ich höre es auch. Wir können uns jetzt nur noch wehren, wenn wir uns auf diese Urteile berufen“, sagte Piest. Zudem wurde unterstellt, dass dort tatsächlich viel mehr Hunde lebten, als öffentlich angegeben worden seien. Und Silvia Kerrmann schlug vor, die nicht artgerechte Haltung der Tiere als Argument gegen den Tierheimbetrieb ins Feld zu führen. Sie hätte den Beschluss gern aufgeschoben, um in der Zwischenzeit Gelegenheit für einen unangemeldeten Besuch im Tierheim zu haben. Doch das war aufgrund einzuhaltener Fristen unmöglich.

Bauamtsleiter Klaus Niedergesäß erklärte hingegen, dass das Gutachten den bereits „denkbar ungünstigsten Fall“ konstruiert hat. „Die am Tag der Messung vorhandenen 24 Hunde wurden zum Bellen animiert. Der gemessene Lärmpegel wurde dann auf 40 Hunde – die Höchstzahl dessen, was schallschutztechnisch als vertretbar gilt – hochgerechnet und die Ausbreitung des Lärms als Modellrechnung vollzogen.“ Denn wären Schallmessungen direkt an der Wohnbebauung vorgenommen worden, hätte das Ergebnis durch Verkehrslärm von der nahen Straße verfälscht werden können. Es wurde unterstellt, dass die Hunde nachts 15 Minuten innerhalb einer Stunde mit dem gemessenen Lärmpegel bellen. „Zudem wurden alle vorhandenen Gebäude zwischen Zwinger und nächster Wohnbebauung herausgerechnet, sodass angenommen wurde, der Schall könne sich völlig frei ausbreiten“, so Niedergesäß. Fazit: Obwohl ein ungünstigeres Szenario konstruiert wurde, als tatsächlich vorhanden ist, sei der Lärmpegel unterhalb des nachts zulässigen Grenzwertes von 45 Dezibel geblieben. Darüber hinaus sei bereits ein Erdwall auf dem Gelände in Arbeit, der zusätzlich Schall schlucken soll. Die Fertigstellung des Walles werde im Gutachten empfohlen. Niedergesäß wies zudem darauf hin, dass der dortige Bereich nicht als Wohn-, sondern als Mischgebiet gelte – wegen der nahen Agrarfirma ATU, was die Lärm-Toleranzgrenzen erhöhe.

Bürgermeister Holger Kippenhahn betonte, dass die Gegenseite auch Schadenersatzforderungen gegen die Gemeinde geltend machen könne, wenn das Einvernehmen nur aufgrund von Thesen oder Meinungen versagt wird. Doch das alles vermochte die ablehnende Haltung der Gemeindevertreter nicht umzustimmen. Letztlich wurden folgende Gründe für die Entscheidung zusammengetragen: Lärmbelästigung für Bürger; zu geringer Abstand des Heimes zur Wohnbebauung; unzureichende Lärmschutzanlagen und zu viele Hunde auf dem Gelände.

Wie die Kreisbehörde nun reagiert, bleibt abzuwarten. Möglich wäre es aber, dass sie das sogenannte versagte Einvernehmen der Gemeindevertreter „ersetzt“, also aushebelt, wenn aus ihrer Sicht rechtlich nichts mehr gegen eine Genehmigung des Tierheimes spricht. Sollte das so kommen, dann solle die Gemeinde gegenüber der Genehmigungsbehörde aber zumindest darauf hinwirken, dass die im Gutachten genannten Schallschutzmaßnahmen auch tatsächlich umgesetzt werden, hieß es in Jabel.

 

Quelle: Märkische Allgemeine, Dosse Kurier, 23.03.2012

Björn Wagener zur Entscheidung der Gemeindevertreter

Überraschung!

Das kam überraschend: Die Gemeindevertreter stehen fast geschlossen hinter den Gegnern des Tierheimes in Herzsprung. Und das, obwohl es keine handfesten Gründe dafür gibt. Grundsätzlich kann man nur von der Rechtslage ausgehen. Und wenn alle Bauauflagen erfüllt sind, die ordnungsgemäße Haltung bestätigt wird und sogar ein Schallschutzgutachten grünes Licht gibt, dann ist das Heim zu genehmigen. Behauptungen, Vorwürfe und Unterstellungen sind keine Basis dafür, anders zu entscheiden.

Überhaupt hat man den Eindruck, eine ganze Gemeindevertretung lässt sich hier vor den Karren einiger weniger Tierheim-Gegner spannen. Wenn diese immer weiter klagen wollen, können sie es ja selbst tun, auf welcher Grundlage auch immer. Es kann nicht Aufgabe einer Kommune sein, sich in Grabenkämpfe zu stürzen, die im ungünstigsten Fall sogar Schadenersatzforderungen nach sich ziehen könnten.

Spätestens auf der letzten Herzsprunger Ortsbeiratssitzung wurde klar, dass sich beileibe nicht alle Herzsprunger vom Tierheim gestört fühlen. Einige meinten gar, dass die Kühe lauter muhen würden, als die Hunde bellen. Vielleicht wäre eine Unterschriftenliste im Vorfeld sinnvoll gewesen, um die Mehrheitsverhältnisse besser einschätzen zu können.

 

24.03.2012

Quelle: Märkische Allgemeine, Dosse Kurier, 24.03.2012

   
 

ZU: „SATTE MEHRHEIT LEHNT TIERHEIM AB“, MAZ VOM 23.MÄRZ 2012

„Wir öffnen auch gern unsere Schränke und Bettkästen“

Wir möchten hier Stellung zu den Vorgängen beziehen, die in dem vorangegangen Zeitungsartikel in der MAZ beschrieben wurden.

Mitte 2009 haben wir ein neues Grundstück für unser Tierheim gesucht, da wir uns vergrößern wollten. Nach langem Suchen haben wir in Herzsprung ein inseriertes Grundstück gefunden, das eigentlich optimal war: optimale Lage zwischen Berlin, Hamburg und Rostock, aber auch außerhalb der Ortschaft und neben einer Rinderfarm, wo bellende Hunde eigentlich auch nicht stören sollten.
Besonders erfreulich war außerdem für uns, dass dieses Grundstück vorher einem Huskyzüchter gehörte, der 39 Tiere bei sich beherbergte und jegliche Genehmigungen aller Ämter besaß und uns diese auch aushändigte.
Bevor wir Nägel mit Köpfen machten, sind wir zum Bauordnungsamt gegangen und fragten, ob irgendetwas dagegen sprechen würde, wenn statt Huskys dort in unserem geplanten Tierheim „nur“ normale Mischlinge gehalten würden und ob wir noch schriftlich etwas einreichen müssten. Diese Frage wurde uns – sowie dem Vorbesitzer Herrn Werner – von der Sachbearbeiterin im Bauordnungsamt Neuruppin, Frau Philipp, verneint. Hund sei Hund, das spiele keine Rolle, hieß es.
Auch waren wir im Vorfeld bei der zuständigen Gemeindeverwaltung in Heiligengrabe und haben uns dort erkundigt, ob Beschwerden gegen Herrn Werner oder Frau Ohlew wegen Lärmbelästigung seitens Hundegebell vorliegen würden. Auch von da kam ein klares Nein. Also stand unserem neuen Tierheim nichts mehr im Wege, und wir kauften das besagte Grundstück in Herzsprung.
Übernommen haben wir einen riesengroßen Urwald mit Mülldeponie, was uns sehr viel Kraft, Mühe und vor allem Geld gekostet hat. Fast zehn Wochenenden haben wir mit fleißigen Helfern das Tierheimgelände aufgebaut und das aus dem Gelände gemacht, wie es sich nun präsentiert.
Am 18. Dezember 2009 sind wir wieder zum Gewerbeamt in Heiligengrabe gegangen und haben dort ein Gewerbe fürs Tierheim angemeldet.
Also wusste man ja schon zu diesem Zeitpunkt von unserem Vorhaben. Deshalb verstehen wir die Äußerungen nicht, unser Heim wäre illegal. Denn das Tierheimgewerbe wurde am 18. Dezember 2009 von der Gemeinde Heiligengrabe genehmigt. Sofort wurden wir auch steuerlich registriert (Steuernummer ist auf unserer Homepage einsehbar). Wo ist also eine Illegalität?
Auch der Veterinär wurde sofort informiert, dass wir das Gelände übernehmen, und bei einem Besuch wurde uns noch gesagt, was man verbessern könnte, was auch umgehend gemacht wurde. Auch hier bekamen wir unseren Paragrafen 11 des Tierschutzgesetzes zum Betreiben eines Tierheimes – ausgestellt am 4. Dezember 2009. Die ganzen Genehmigungen wurden noch in der gleichen Woche dem Bauordnungsamt Neuruppin mitgeteilt. Wo ist denn da bitte nun die Illegalität? Jedes Amt wusste Bescheid, und fast ein Jahr störte es niemanden. Durch eine einzige Person in Herzsprung, die sich plötzlich gestört fühlte, kam der Stein ins Rollen. Und plötzlich verlangte das Amt in Neuruppin eine „Umnutzung“ von Huskyzucht auf Tierheim – also keine Neubeantragung, sondern eine Umnutzung. Denn alle Genehmigungen der Anlage lagen ja vor. Diese Person hat sehr hohes Ansehen in Herzsprung und war auch einmal tätig für das Amt in Heiligengrabe. Jeder kann sich nun selbst seine Gedanken darüber machen. Man könnte meinen, dass Behörden dazu benutzt werden, einen Privatkampf auszutragen, da sie vielleicht eher ans Ziel kommen könnten als eine Privatperson.
Was wir natürlich auch nicht ganz verstehen, ist der Kommentar von Frau Silvia Kerrmann, die die artgerechte Haltung der Hunde anzweifelt. Wie sähe denn eine artgerechte Haltung bei Frau Kerrmann aus? Jeder Hund in einem Zwinger mit Maßen von einem Meter mal einem Meter? Oder von zwei Metern mal zwei Metern?
Das denken wir eher nicht. Wir sind nun mal ein anderes Tierheim, und wir sind auch hochzufrieden mit unseren Ausläufen, wo jeder Hund mit Artgenossen leben und spielen kann, und zwar auf einer großen, eingezäunten Fläche (Bilder der Ausläufe waren schon in der MAZ zu sehen).
Uns kommt es bei Frau Kerrmann so vor, als ob sie auf der rechtlichen Basis nicht mehr weiterkommt und dieses nun auf dem Rücken der Tiere austragen möchte.
Sehr amüsant fanden wir die Äußerung von Herrn Piest: „Die Belästigung ist da, ich höre es auch.“ Unsere Hochachtung, Herr Piest, bei über 700 Metern Luftlinie vom Tierheim bis fast ans Ende von Herzsprung zu Ihnen – da noch unsere Tierheimhunde zu hören, ist schon eine Höchstleistung! Zum Glück leben anscheinend ja nur Tierheimhunde in Herzsprung, und kein anderer Herzsprunger hat Hunde, die bellen könnten.

Jeder, der möchte, kann unser Tierheim unangemeldet besuchen kommen, so wie es auch der zuständige Veterinär macht. Wir haben nichts zu verbergen. Oder wer denkt, wir verstecken Hunde in unseren Privaträumen, kann auch diese besichtigen. Wir machen dann auch gerne unsere Schränke auf oder den Bettkasten, denn wir könnten ja auch da Hunde verstecken. Man möge uns diese kleine Ironie verzeihen, aber sie musste mal sein, da auch wir nur noch bedingt Nerven haben und die Gemeinheiten langsam Grenzen überschreiten, die nicht mehr nachvollziehbar sind.

Andrea und René Berthold,

Betreiber des Tierheimes in

Herzsprung

 

26.03.2012

Quelle: Märkische Allgemeine, Dosse Kurier, 26.03.2012

   
 

ZU: „SATTE MEHRHEIT LEHNT TIERHEIM AB“

„Versuchte Rufmordkampagne“

Erst ein mal ein herzliches Dankeschön an Herrn Wagener für den Artikel. Eigentlich bin ich nur noch sprachlos über das was im Ort Herzsprung passiert. Was ist dort los mit den Bürgern ? Wie manipulativ und mit welcher versuchten Einflussnahme müssen doch die alten Beherrscher dieser Ortschaft immer noch sein.
Über die vorgetragenen Argumente gegen das Tierheim , das wirklich alle Auflagen durch die zuständigen Ämter bis ins kleinste Detail erfüllt hat, kann man nur lachen. Soweit ich weiß, leben in diesem schönen Dorf in Privatbesitz der dortigen Bürger mindestens 20 bis 30 Hunde, die hauptsächlich draußen auf dem Grundstück sind. Soviel erst mal zu einem permanent schon vorhanden „Lärm“ durch Hunde.
Über die „Vorwürfe“ einiger Bürger und Bürgerinnen kann ich nur den Kopf schütteln. Da wird mit letzter Kraft versucht, irgendwelche Behauptungen aus dem Hut zu zaubern, die einfach nicht der Wahrheit entsprechen. Sei es wegen „nicht artgerechter Haltung“, der Anzahl der Tiere, starker Lärmbelästigung selbst über eine Distanz von fast einem Kilometer.
Weder ein Rundgang durch das Tierheim bestätigt dies, noch die glücklichen, zufriedenen Tiere, auch nicht der unangemeldete Besuch des Amtsveterinärs, der den Bestand regelmäßig überprüft. Selbst das besonders ausführliche Lärmgutachten, das den wirklich denkbar ungünstigsten Fall konstruiert, liegt bei allen vorgenommenen Messvarianten im zulässigen Bereich.
Ich und meine Familie kennen das Tierheim von Anfang an, auch den unmöglichen Zustand des alten Geländes, die reingesteckte Arbeit der Familie Berthold, um mit Kraft und Hingabe ein wirkliche Heimat für Tiere zu schaffen, den gesamten oft irrsinnigen Lauf durch den Ämterdschungel bis nun entgültig alle Genehmigungen eingeholt, alle Auflagen erfüllt wurden. All das hat die Familie Berthold immense Zeit, Kraft, Nerven und Geld gekostet. Aber sie hat nicht aufgegeben, weil ihr Herz so an den Tieren hängt, um die sich keiner kümmern will.
Viele Menschen haben in der Zeit, seit Familie Berthold mit ihrer außerordentlichen und uneigennützigen Tierschutzarbeit dort in Herzsprung tätig ist, ihre Hilfe bei anstehenden Notfällen und Unterbringungen von Tieren in Not gerne in Anspruch genommen. Das Tierheim hat für seine Arbeit, sein Herz und die nötige Kompetenz sich über die Landesgrenzen hinweg einen guten Namen gemacht. Und nun will eine selbst ernannte „Bürgerwehr“ all das noch aufhalten , über alle Genehmigungen und Gesetze hinweg?

Gundel Ortmann, Berlin


Ich bin wirklich entsetzt. Entsetzt darüber, wie es eine kleine Anzahl von Querulanten schafft, eine ganze Gemeindevertretung auf ihre Seite zu ziehen. Ich und unsere Seniorengruppe unterstützen das Tierheim in Herzsprung gerade weil es eine ausgezeichnete Tierhaltung betreibt. Völlig absurd ist es, zu behaupten, die Tiere wären nicht artgerecht untergebracht. Wir waren schon so oft zu Gast bei den Bertholds und haben uns ein wirkliches Bild machen können. Sie auch Frau Kerrmann? So weit uns bekannt ist, waren Sie noch nie selbst im Tierheim.
Bertholds setzen sich so sehr für die notleidenden Tiere ein, dass sich die Gemeindevertreter für dieses Abstimmungsergebnis schämen sollten. Was musste diese Familie und die armen Tiere nicht schon alles erdulden in dieser Gemeinde. Selbst vor Einbruch schreckte man hier nicht zurück. Und nun versucht man wieder eine Rufmordkampagne. Pfui! Wir werden dieses Tierheim auch weiterhin mit vollen Kräften unterstützen und den Bertholds raten, rechtliche Schritte einzuleiten!

Lilo Wilke und die Seniorengruppe 55Plus, Rostock


Als ganz objektiver Leser bekam ich den Eindruck, dass hier versucht wird den Ruf eines Tierheims zu schädigen, weil man mit legalen Mitteln nicht mehr den Betrieb verhindern kann. Sie sind dem Gesetz verpflichtet, dass sollte keiner der Gemeindevertreter vergessen und Rufschädigungen gehören nicht zur Aufgabe einer Gemeinde. Aufgrund des Artikels habe ich dem Tierheim einen unangemeldeten Besuch abgestattet und muss Ihnen allen sagen, dass ich begeistert war, von dem was ich vorfand. Endlich mal ein Tierheim, dass seine Hunde nicht in enge Zwinger einsperrt. Endlich mal ein Tierheim, dass die Tiere rund um die Uhr betreut und nicht nur von 8 bis 18 Uhr. Endlich mal ein Tierheim, das vorwiegend alte, kranke und verhaltensauffällige Tiere aufnimmt und pflegt. Ich traf auf Menschen, die alles für ihre Tiere tun. Das ist das wirkliche Bild von der Familie Berthold und ihrem Tierheim. Die im Artikel dargestellte Gemeindevertreter-meinung ist schlichtweg falsch und entspricht nicht den Tatsachen.

Finn Grosse, Neuruppin


Das Possenspiel in Herzsprung geht also in die nächste Runde. Da lässt sich eine ganze Gemeinde von zwei namentlich bekannten Personen derartig manipulieren, dass man sogar massenweise die Unwahrheit von sich gibt!
Lieber Herr Albrecht, das Tierheim ist nicht illegal, sondern ganz ordnungsgemäß bei allen erforderlichen Ämtern etc. registriert. Das Lärmgutachten sagt eindeutig, dass die „Belästigung“ absolut im gesetzlichen Rahmen liegt. Auch wenn eine Messung über eine Woche stattgefunden hätte, wäre doch das Ergebnis das gleiche gewesen. Außerdem stimmt es nicht, dass das Tierheim erst nach der Eröffnung die Genehmigungen eingeholt hat. Bitte informieren Sie sich richtig.
Sehr geehrter Herr Piest, Ihr Wohnort liegt so weit von dem Tierheim entfernt, dass ich Sie wirklich zur Qualität Ihres Gehörs beglückwünsche.
Liebe Frau Kerrmann, man sollte Informationen nicht ungeprüft übernehmen. Die Behauptung, die Tiere wären nicht artgerecht untergebracht, ist nicht richtig. Sie waren nicht ein einziges Mal vor Ort, wie maßen Sie sich eine derartige Behauptung an? Auch liegt Ihre Informantin mit der Behauptung falsch, dass mehr Hunde im Tierheim sind, als angegeben worden seien.
Ich bin eine von den ehrenamtlichen Unterstützern dieses Tierheimes und ich tätige die Inserate im Internet auf den Vermittlungsseiten mit. Wir inserieren nicht nur für das Tierheim Herzsprung, sondern auch in dessen Namen für zwei weitere angeschlossene Tierheime. Daher eine abweichende Anzahl. Außerdem prüft das Veterinäramt diese Zahlen regelmäßig. Ich kann hier wiederholt nur zu dem Schluss kommen, dass eine bösartige Klüngelei in dieser Gemeinde im Gang zu sein scheint, die dem Fass wirklich den Boden ausschlägt. Jetzt versucht man auch noch, sich über Gesetze hinwegzusetzen!

Andrea Wolf, Graal Müritz

 

29.03.2012

Quelle: Märkische Allgemeine, Dosse Kurier, 29.03.2012

  
  

ZUM THEMA TIERHEIM HERZSPRUNG

„Vor der eigenen Haustür kehren“

Mit großem Interesse verfolge ich die Artikel in der MAZ zu dem Thema „Ärger mit dem Tierheim in Herzsprung“. Es ist mir jetzt ein Bedürfnis, mich der Öffentlichkeit mitzuteilen.
Es ist zum Teil amüsant bis erschreckend zu sehen und zu hören, welcher Elan und Aufwand betrieben wird, um Gründe zu finden, warum das Tierheim geschlossen werden müsste.
Da geht es zum Beispiel um utopische Zahlen, die den Jahresumsatz des Tierheimes beschreiben. „Man“ hat recherchiert – dabei hat „man“ aber in keiner Weise erwähnt oder recherchiert, dass ein Tier ja auch Kosten verursacht, zum Beispiel für Futter, Tierarzt, bauliche Maßnahmen und vieles mehr.
Da geht es vor allem um dieses „böse“ Hundegebell im Dorf. Besonders gestört fühlen sich übrigens die Leute im Dorf, die am weitesten weg wohnen.
Ich bin unmittelbarer Nachbar und fühle mich, wie auch viele andere Nachbarn in näherer Umgebung des Tierheimes, nicht vom Hundegebell gestört. Wenn man sich mit gleichem Elan und Eifer für wichtigere Projekte einsetzen würde, dann könnte man sehr viel Gutes tun. Zum Beispiel werden in der Altenpflege ehrenamtliche Betreuer gesucht, die für eine Aufwandsentschädigung Menschen helfen können. Man kann sich auch für „Tiere in Not“ engagieren. Es gibt der Möglichkeiten sehr viele. Vielleicht kehrt jeder mal vor seiner eigenen Haustür und denkt darüber nach: Der, der selber einen oder mehrere Hunde auf dem Hof hält, die vielleicht auch einmal ein ganz bisschen bellen oder der, dessen Hund öfter mal ausbüchst und schon mal einen Schaden anrichtet oder der, der seinen Hund ständig frei rumlaufen lässt und Tretminen nie wegräumt oder der, der gar keinen Hund hat, aber froh sein kann, wenn der Nachbar einen Hund besitzt, der sich meldet, wenn in der Nacht „Einbrecher“ herumschleichen. Ich grüße alle Herzsprunger und das Tierheim.

Martina Malchow,

Herzsprung


Fassungslos, wütend und zugleich sehr traurig macht mich die Kampagne, die die Herzsprunger Gemeindevertretung gemeinsam mit einigen, man kann schon sagen „militanten Dorfbewohnern“ gegen das Tierheim führt. Trotz eindeutiger Rechtslage bleibt nichts unversucht, das Tierheim mit all seinen menschlichen und tierischen Bewohnern zu vertreiben. Jeden Tag aufs Neue kämpft Familie Berthold mit ihrem gesamten Team für jedes einzelne Seelchen in ihrer Obhut. Ich habe noch nie ein Tierheim kennengelernt, das mit vergleichbarer Hingabe und Aufopferung bei gleichzeitigem Sachverstand geführt wird. Ich besuche das Tierheim in Herzsprung regelmäßig, nie hat mir ohrenbetäubendes Hundegebell den Weg dorthin gewiesen. Was die Gemeindevertretung aber auf jeden Fall erreicht, ist, dass der Ort Herzsprung eine gewisse Berühmtheit erlangt, wenn auch auf negative Art und Weise. Ich hoffe sehr, das in der Kreisbehörde Menschen für die Entscheidung zuständig sind, die aufgrund der Rechtslage für den Betrieb des Tierheims entscheiden und sich nicht von einigen wenigen Einwohnern beeinflussen und unter Druck setzten lassen.

Annett List, Klötze, Ortsteil

Schwiesau


Herzsprung macht wieder einmal negative Schlagzeilen. Hier riecht es förmlich nach alten Seilschaften aus längst vergangenen Zeiten. Was ich in Ihrem sehr guten Artikel herauslesen muss, ist, dass hier nun ganz offensichtlich und ungeniert Machtmissbrauch alter Art betrieben wird. Ein Blinder erkennt, was bei Ihnen vor Ort gespielt wird, und ich denke, auch die Gerichte werden dies erkennen. Mit den nun veröffentlichen wissentlichen falschen Behauptungen haben sich die Tierheimgegner nun endgültig unglaubwürdig und lächerlich gemacht. Wäre ich Bürger dieses Dorfes, ich würde mich schämen.

Senta Steiner, Offenbach


Mit Entsetzen nehme ich die neueste Hetzkampagne gegen das in der Vergangenheit von Tasso ausgezeichnete Tierheim in Herzsprung zur Kenntnis. Immer wieder muss ich auch in anderen Fällen feststellen, dass es in Sachen Tierschutz in Brandenburg schlecht bestellt ist, dank der Ämter, die so gar nicht ihr Amt im vorgegebenen rechtlichen Sinne ausüben.

Ramona Artz, Gießen


Ich kann nicht glauben, dass immer wieder neue unfassbare Behauptungen zusammengereimt werden, um dieser Familie zu schaden, die ein in Deutschland anerkanntes und mit Preisen ausgezeichnetes Tierheim führt, und zwar mit Liebe und großem Sachverstand. Bei einigen Gemeindevertretern ist unter anderem von Illegalität, nicht artgerechter Haltung oder zu vielen Tieren die Rede. All das empfinde ich einfach als eine enorme Rufschädigung und Beleidigung, denn es entspricht absolut nicht der Wahrheit. Alles wurde von Seiten der Familie Berthold getan, um die immensen Auflagen der Ämter zu erfüllen, selbst das Ergebnis des Lärmgutachtens liegt optimal unter dem zulässigen Grenzwert. Der Amtstierarzt ist bei seinen regelmäßigen unangemeldeten Prüfungen außerordentlich zufrieden. Die Familie Berthold mit ihren Mitarbeitern ist mir schon lange durch regelmäßige Besuche des Tierheims bekannt. Sie sind rund um die Uhr für die Bedürfnisse der Tiere da. Kein Notfall wird abgewiesen. Es ist ein Tierheim, zu dem die Menschen gern in Not geratene Tiere bringen. All diese Menschen hat man wohl nicht nach ihrer Meinung befragt. Ich hoffe sehr für all die Not leidenden Tiere, die das Tierheim in Herzsprung

und die Familie Berthold so dringend brauchen,

dass dieser absurde Kleinkrieg so schnell wie möglich ein für das Tierheim positives Ende findet.

Anja Hoffmann,

Berlin-Spandau


Seit Monaten verfolge ich die Auseinandersetzung der Gemeinde mit den Betreibern des dortigen Herzsprunger Tierheims, der Familie Berthold. Die MAZ hat bisher fair und kompetent darüber berichtet. Völlig unverständlich ist mir die Haltung der Gemeindevertreter, die mehrheitlich für die Schließung des Tierheims gestimmt haben. Es wird von Illegalität und nicht artgerechter Tierhaltung gesprochen, was definitiv nicht stimmt. Das Tierheim wird vorbildlich geführt, wie ich bei einem Besuch im September vergangenen Jahres persönlich feststellen konnte. Alle Tiere sind gut gepflegt und durch Gruppenhaltung gut sozialisiert. Hat einer der Gemeindevertreter das Tierheim je besucht? Warum die Ablehnung? Wahrscheinlich geht es hier lediglich um persönliche und wirtschaftliche Interessen. Völlig skrupellos soll eine Familie, die sich mit großem Engagement für den Tierschutz einsetzt, zur Aufgabe des Tierheims gezwungen werden. Das erinnert doch stark an die Zeiten, die nun seit über 20 Jahren vorbei sein sollten. Als Brandenburgerin schäme ich mich für das Verhalten der Gemeindevertreter.

Iris Krumm, Schönefeld

 

Wir haben lange überlegt, wie wir unsere Gefühle hier zum Ausdruck bringen sollen, denn das alles tut so sehr weh. Seid über 20 Jahren setzen wir uns für Tiere ein, egal was es für ein Tier ist. Ob Haus- oder Nutztier, ob alt - krank oder verhaltensgestört.

Wir haben dieses Haus mit so viel Liebe und Kraft zu unserem Zuhause gemacht, für uns und unsere Tiere. Tiere, die von der Gesellschaft weggeworfen wurden oder ihre Besitzer sich nicht mehr kümmern konnten. Wir haben, seid wir in Herzsprung sind, schon so viele alte und kranke Tiere bei uns aufgenommen und liebevoll gepflegt. Und die Meisten konnten auch wieder ein liebevolles Zuhause finden.

Viele der Tiere kommen schwer krank zu uns oder alt und verbraucht, wir schickten keinen weg.

Und ja, es ist richtig, kein Hund lebt bei uns in Zwingern, sondern in großen eingezäunten Freiläufen oder mit uns in unserem Haus. Sie liegen mit auf unserem Sofa oder schlafen nachts mit uns in unseren Betten. Sie schmiegen sich an uns, suchen Wärme und Geborgenheit.

Es ist ihr Zuhause, bis sie neue Familien gefunden haben - ihr und unser Zuhause.

Das Zuhause, was wir mit soviel Liebe hergerichtet haben - unsere ganze Kraft, unser ganzes Vermögen und unsere ganze Liebe steckt in unserem zuhause.

Wir haben alle Ämtergänge gemacht, alles gemacht, was das Gesetz von uns verlangt hat.

Wir sind von Amt zu Amt gelaufen, um keinen Fehler zu machen und jetzt werden wir beschimpft, wir sind illegal. Unsere Kinder werden in den Schulen beschimpft, wir sind Kriminelle und Hundehändler. Und das alles nur, wegen einer Familie, weil wir der Familie nicht in den Kram passen. Diese Familie, die dieses Grundstück einem Huskyzüchter verkauft hat.

Wir haben seid wir hier sind, keinem etwas getan. Wir sind mit soviel Freude hierher gekommen.

Und es stimmt, bis auf 2 sind alle aus dem Westen, mein Mann kommt aus dem Osten.

Aber als ich vor 10 Jahren zu ihm in den Osten kam, tat ich es gerne. Denn für mich ist jeder Mensch gleich und ich liebe mein Zuhause. Viele meiner Freunde aus dem Westen sagten, ob ich noch richtig im Kopf bin, in den Osten zu gehen. Aber ich lachte nur und sagte, das ist die Heimat meines Mannes und ich finde es hier toll. Und so ist es auch heute noch.

Doch was hat es uns gebracht. Unsere Kinder sind mit den Nerven am Ende, unseren Tieren will man das Zuhause wegnehmen und wir werden beschimpft und in den Ruin getrieben.

Aber wir werden nicht aufgeben, denn es ist unser Zuhause unsere Heimat und wir können hier Tieren helfen und das ist so wichtig.

Wir haben doch nichts falsch gemacht, wir haben alle Ämter aufgesucht, alle Genehmigungen gehabt.

Nur ein Name wurde uns zum Verhängnis….statt Zucht - Tierheim….

Unsere Kraft wird nur durch viele liebe Menschen aus Herzsprung, der Umgebung und Menschen, die uns schon lange helfen, gestärkt, die mit so viel Liebe hinter uns stehen. Diesen Menschen möchten wir und unsere Tiere von Herzen danken.

Diese Menschen geben uns Kraft und Stärke uns nicht von einer Familie kaputt machen zu lassen.

Auch dem Veterinäramt sprechen wir unseren Dank aus. Es ist scheinbar das einzige Amt, das sich nicht vor den Karren Anderer spannen lässt und nur nach Recht und Gesetz arbeitet.

 

Vielen vielen Dank euch allen, Familie Berthold

 

Die neuesten Schickanen sind, das herum erzählt wird, wir hätten schon geschlossen, das es uns nicht mehr gibt und wir unser Tierheim schon abbauen.

So hofft man, Menschen aus der Umgebung von uns fern zu halten.

Der zweite Schritt ist, man sucht Inserate von Tieren aus dem Tierheim Herzsprung, fügt diese Summe der Schutzgebühren zusammen und diese Zahl veröffentlicht man mit den Worten, was wir doch für einen Gewinn machen. Und das hat nichts mit einem Tierheim, sondern mit Hundehändlerei zu tun.

Die Frechheit an der Sache ist nur, das die Ausgaben des Tierheimes nicht abgezogen werden. Also Tierarztkosten, Futter, Wasser, Strom etc. etc. interessiert keinen. So kann man wohl kaum eine echte Gewinnspanne ( die wir laut dieser Menschen haben ) errechnen.

 

 

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