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Rolf - Unter Lügen abgegeben

 

 

Vor ca. 4 Wochen bekamen wir einen Anruf von einer Frau, die sich um ältere Menschen kümmert.

Sie erzählte uns von einen Schäferhund- Mischling, der dringend aus seinem Zuhause müsse, da die Besitzer schon über 80 Jahre alt seien

und ins Pflegeheim müßten. Sie erzählte uns, das sie schon ganz verzweifelt ist, weil kein Tierheim diesen tollen Hund aufnehmen würde.

Wir fragten sie, wie denn der Hund so ist, zu Mensch und Tier. Sie erzählte uns, das er ein ganz toller wäre, total menschenbezogen und verschmust.

Nun gut wir sagten ihr, sie kann den Hund bringen, wir helfen der Familie.

Ein paar Tage danach war es dann soweit - Rolf sollte kommen. Leider war ich und mein Mann an diesen Tag nicht hier.

Unsere Pflegerin sollte den LIEBEN Rolf entgegennehmen.

Als der Pflegedienst Rolf dann aus dem Auto holte, kam ein völlig ängstlicher, verschüchterter Hund zum Vorschein.

Mit Maulkorb um der Nase übergab die Frau ganz schnell den Hund, mit den Worten sie habe gar keine Zeit.

Schnell den Vertrag gemacht und noch schneller vom Gelände. Leider konnte unsere Pflegerin uns nicht erreichen, da wir in der Tierklinik waren.

Als wir Zuhause ankamen, stellten wir ganz schnell fest, das wir nur belogen wurden.

Rolf hatte immer nur auf dem Hof gelebt, hatte nie Kontakt zu Mensch und Tier.

Leider ist er Menschen gegenüber sehr misstrauisch und beist aus Angst auch sehr schnell zu.

Vom Leben kennt er gar nichts, alles bereitet ihm Angst.

Am Anfang waren wir so sauer über die vielen Lügen, das wir ihn zurückbringen wollten.

Nur dummes gelaber am Telefon, als wir sie zur Rede stellen wollten.

Natürlich haben wir Rolf behalten, denn was würde mit ihm passieren, hätten wir ihn zurück gebracht.

Der Hammer kam aber ein paar Tage nach dem Telefonat. Wir bekamen einen Brief, das wir die Erlaubnis der alten Besitzer,

Rolf einschläfern zu lassen, wenn wir ihn nicht wollten.

Es ist für uns immer ein schlag ins Geschicht, wie Menschen mit Tieren umgehen und sich ihnen dann ganz schnell entledigen.

Wir werden nun mit sehr viel Liebe Rolf das Leben näher bringen und hoffen, das er wieder Vertrauen zum Menschen findet. Er hat ein Recht auf Leben.

 

Im Moment können wir in entspannten Situationen auch schon den Maulkorb abnehmen.

Augenkontakt mit Rolf müssen wir sehr meiden, da er sich sofort bedroht fühlt und somit auch zu beißen würde.

Auch dürfen wir ihn noch nicht berühren, bei jeglicher Arbeit mit Rolf muss leider der maulkorb wieder angezogen werden, was er

Gott sei Dank ohne Probleme mit sich machen lässt.

Wir wissen, das wir noch eine sehr lange Zeit mit Rolf arbeiten müssen und ob er wieder zu 100% Vertrauen zum Menschen findet,

kann noch niemand sagen.

 

 

 

 

 

08.02.2012

Heute möchten wir ihnen wieder etwas von Rolf berichten.

Wir fragen uns jeden Tag, was dieser Hund wohl erlebt haben muß, um so einen Argwohn und Angst

gegenüber dem Menschen zu haben. Wir können es leider nur erahnen.

Bei jeder Bewegung, die Rolf in der Nähe eines Menschen macht, sieht man seine Anspannung.

Jeder Muskel seines Körpers ist auf Hochspannung. Als wenn er auf etwas warten würde - auf einen Schlag - auf einen Tritt oder Schlimmeres.

Nach Wochen haben wir es nun geschafft, das er sich im Spiel und im Freilauf entspannt.

Er wird immer freier und offener und man spürt genau, wie locker er wird. Er hat dann viel Spaß und Freude an allem.

Wir glauben, das er die Angst im freiem Umgang mit dem Menschen, den er kennt, nun gut im Griff hat

Leider auch nur auf einem Gelände, was er kennt. In fremden Gelände ist er wieder voller Angst.

Die größte Arbeit mit ihm, sind seine Berührungsängste. Leider läßt er sich bis jetzt nur von 2 Menschen anfassen

und das auch nur sehr vorsichtig und nur an bestimmten Stellen und das auch nur ganz kurz. Deshalb muß erauch im Moment

immer mit einer Leine laufen, weil ein an- und ableinen nicht möglich wäre. Rolf hat ein sehr schlimmes Lebenhinter sich

und er weiß bestimmt nicht mehr, was gut und schlecht ist. Der Weg mit Rolf wird kein leichter sein und für beide Seiten

noch sehr steinig und schwer. Aber Rolf wird noch erkennen, das das Leben noch viel mehr zu bieten hat.

Wir werden Höhen und Tiefen mit ihm erleben, aber es wird sich lohnen mit Rolf zu kämpfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir werden sie weiterhin über Rolfs Fortschritte auf dem Laufenden halten.

 

Durch das intensive Training und die lange Zeit, die er vermutlich bei uns bleiben wird, würden wir uns über

Langzeitpaten freuen, um den Tierheimaufenthalt auf lange Sicht zu sichern.

 

Jeder Spender wird namentlich auf der Homepage erwähnt.

 

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Betreff: Rolf

 

 

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